Peloponnes

Nafplion

Epidaurus

Korinth

Argostolischer Golf

Olympia

 

Nafplion oder auch Nauplia, Hauptstadt Griechenlands! Wer hat das schon gewusst?? Nach der Herrschaftszeit der Venezianer und der Türken (1388-1821) wurde Nafplion die erste Hauptstadt des befreiten Griechenland! Allerdings nur für kurze Zeit: ab 1834 hieß die Haupstadt 
Athen. Das diese Stadt aber eine bewegende Geschichte hat, kann man bei einem Stadtrundgang herausfinden. Hoch über der Stadt auf dem 216 m hohen Felsen Akronauplia thront die Festungsanlage Palamidi.
Den typischen Badeurlaub sollte man aber in diesem Ort nicht unbedingt verbringen. Schon eher etwas südlicher am Argostolischen Golf, etwa in Tolon (wenn mans Sardinenbüchsen mässig braucht). Nafplion ist aber der ideale Ort für Nachtschwärmer, es macht einfach spass bei untergehender Sonne einen Stadtbummel durch die zahlreichen
Kneipen und Restaurants zu machen. Man kann sich kaum entscheiden wo man denn nun einkehren soll. Das Flair der Stadt am Abend sollte man jedenfalls nicht verpassen.
Rechts auf dem Foto sieht man die etwa 500 m vom Hafen entfernte Insel Bourtzi die 1473 von den Venezianern bebaut wurde. Auf dieser Insel tagte einst die griechische Revolutionsregierung.
Ganz lustig fand ich auch den Sackgassenbahnhof von Nafplion (Bild links)! Die Wagons dienen als Schalterhäuschen, sehr ungewöhnlich...
 

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Epidaurus liegt etwa 30 km westlich von Nafplion und ist alleine wegen des sehr gut erhaltenen antiken Theaters ein absoluter Pflichttermin! Als ich dort war wurde gerade eine Bühne aufgebaut für die  in den Sommermonaten stattfindenden Festspiele, wo antike Theaterstücke in griechischer Sprache aufgeführt werden. 
Schade das ich noch bevor diese stattfanden abreisen musste! Der Rest dieser Ausgrabungsstätte hat mich aber nicht so sehr vom Hocker gerissen. Aber wie gesagt das Theater ist auf jeden Fall schon das Eintrittsgeld wert.
Von der Ausgrabungsstätte aus weiter östlich am Meer liegt dann Paleo Epidaurus ein beschauliches kleines Hafenstädtchen. Ein guter Ausgangspunkt für eine Rundfahrt entlang der Küste der Argivischen Halbinsel. Wo einsame Sandbuchten auf den Badefetischisten warten...

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Korinth darf man natürlich keinesfalls verpassen, wenn man sich in der Nähe der Peloponnes aufhält! Mir stockte jedenfalls der Atem bei diesem Wahnsinnsbauwerk! Seit der Antike machten sich die Menschen Gedanken wie man denn die 6 km schmale Landenge aufbuddeln könnte. Aber erst in den Jahren 1881 - 1893 gelang der Durchstich
des 6343 m langen 23 m breiten und 8 m tiefen Kanals. Zu beiden Seiten ragen die Wände bis zu 80 m hoch! Dieser Kanal verkürzt den Weg der Schiffe mit bis zu 340 km. Ist man von der Peloponnes Richtung "Festland" (z.B. Athen oder umgekehrt) unterwegs, sollte man nicht die Autobahn benutzen.
Ansonsten ist der Kanal schneller an einem vorbeigeschossen als einem lieb ist. 

Schon mal in Korinth angekommen, muss man natürlich auch die Ausgrabung von Alt- Korinth besuchen,  zu Füssen des mächtigen Felsens auf dem die Festung Akrokorinth liegt.

Von Akrokorinth aus hat man eine wunderbare Weitsicht auf den ganzen Kanal und den Golf von Korinth. Allerdings ist die Besteigung der Festung (bis zum Eingang gehts wenigstens mit dem Auto) nicht in der Mittagshitze zu empfehlen!!!

Bis zum höchsten Punkt ist es doch noch ein beschwerlicher Fussmarsch und es ist leider kein Getränkestand weit und breit. Mich hats auf jeden Fall fast aus den Socken gehaun bei 50 Grad in der Sonne...

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Argostolischer Golf
 Ich nenns jetzt einfach mal Argolis Rundfahrt! Ich habe ja leider zu wenig Zeit auf der Peloponnes verbracht, um hier den großen Fachmann raushängen zu lassen. Während  meiner Rucksacktour im Sommer 2001 landete ich halt mehr oder weniger zufällig in dieser Kante der Halbinsel.
Die aber sehr Reizvoll ist und sofern man ein Fahrzeug hat, kann man ohne große Probleme flugs dem Massentourismus entfliehen und eine kleine Sandbucht mit kristallklarem Wasser für sich ganz alleine in Anspruch nehmen. Feine Sache wie ich finde!
So ab und zu wird die Strecke, durch Orangen- und Olivenplantagen und mit 120 dB im Hintergrund zirpenden Heuschrecken, von malerischen kleinen Fischerdörfern unterbrochen. Nicht umsonst trifft man hier, wie sonst nirgendwo in Griechenland
auf so viele (deutsche) Wohnmobiltouristen. Die  gesamte Peloponnes ist einfach ideal für diese Art des Reisens. Werd ich wohl irgendwann auch mal machen müssen...
Ich hatte halt wie schon erwähnt einfach zu wenig Zeit mehr von der Peloponnes kennen zulernen da schon bald wieder der Rückflug drängte und ich ja noch ein paar Tage in Athen verbringen wolle!

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Olympia lag für mich auf dem Weg, weil ich von der Fähre von Zakynthos kam und die gesamte Peloponnes von West (Pirgos) bis Ost (Argos) mit dem Bus durchqueren musste. Also machte ich für eine Nacht und einen halben Tag auch an dieser sportgeschichtsträchtigen Stätte halt.
Kaum in dem kleinen Ort angekommen, der sich auf den typischen sightseeing Tourismus eingestellt hat, wurde mir auch schon eine Übernachtungsmöglichkeit geboten. Und auf die übliche Frage antwortend aus welchem Teil Deutschlands ich denn komme? Kam doch prompt die  Antwort des nur englisch
sprechenden Hauswirts: Was? aus der nähe von Aschaffenburg??? Meine Frau hat dort jahrelang gelebt! Kennst Du City- Galerie?? Und das mitten in der griechischen Pampa- einfach zum totlachen...
Zur Ausgrabungsstätte sei gesagt, dass ein halber Tag eigentlich reicht. Man sollte sich aber vorher ein wenig mit den verschiedenen Örtlichkeiten beschäftigen um in dem teilweise undurchsichtigen Steinedschungel zurechtzukommen. Für sportlich und geschichtlich interessierte ist es durchaus Interessant zu sehen wo angeblich schon ab
dem Jahr 776 v. Chr. sportliche Wettkämpfe wie Stadionlauf, Langstreckenlauf, Ringkampf, Fünfkampf oder Wagen- und Pferderennen ausgetragen wurden. Dies soll bis zum Jahre 393 v. Chr. alle 4 Jahre stattgefunden haben! Eine unglaubliche Zeitspanne, wie ich meine!
Naja, wie man weiss gings dann tatsächlich erst im Jahre 1896 in Athen wieder weiter. Dort werden ja auch die Spiele 2004 unter "leicht" veränderten Bedingungen stattfinden.
Rechts im Bild ist der Eingang zu sehen aus dem die Athleten in das, 1960 originalgetreu aus dem 4. Jahrhundert v. Chr. nachgebaute
Naturstadion mit einem Fassungsvermögen von 30000 Zuschauern, einschritten.

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