Der Olymp

Der Olymp, dort wo die Götter wohnen, ist eigentlich nicht nur ein Berg, sondern ein etwa 45 km langes Gebirgsmassiv aus 52 Gipfeln, dass sich ab etwa 50 km südlich von Thessaloniki ausbreitet. Fährt man die Autobahn, National Rhoad 1 Richtung Athen, hat man zur rechten diesen sagenhaften Berg
und zur linken die ägäische Riviera mit ihren nicht enden wollenden Sandstränden. Nicht umsonst habe ich die meiste Zeit in diesem Teil Griechenlands verbracht! Auf der Seite zu Platamonas habe ich ja schon erwähnt dass dort ein Kumpel von mir
2002 ein Hotel eröffnet hat. Diese Nähe zum Berg ist natürlich ideal für einen Ausflug auf die höchste Spitze (2917 m) Griechenlands. Ausgangspunkt ist der Ort  Litohoro am Fusse des Olymp. Von dort hat man mehrere Optionen den Berg zu erklimmen.
Die einfachste Variante ist natürlich mit dem Auto so weit zu fahren wie die befestigte bzw. zum Schluss unbefestigte Strasse führt. Da wäre zunächst einmal eine Taverne mit tollem Ausblick, dort kann man auch sehr gut essen. Nach der Taverne führt die Strasse weiter Richtung Gipfel. Diese Strasse ist jetzt mittlerweile fast bis zur nächsten Schutzhütte geteert. Im Jahre 95 war ich so schlau die Piste mit einer klapprigen 80er zu nehmen. So dass man gnadenlos den wilden Hunderudeln ausgesetzt ist und
das Hinterteil noch tagelang wehtat... Aber die Landschaft die einen dort an der Schutzhütte erwartet ist schon fantastisch. Da ist man gerade mal Luftlinie 20 km vom Meer weg, meint aber man befindet sich mitten in den Alpen! An der Schutzhütte ist dann aber endgültig Schluss mit fahrbarem Untersatz! Ein ansteigender Weg und eine nie enden wollende Treppe führt dann unaufhaltsam Richtung Gipfel.
Wer keine Lust oder Kondition hat die volle Bergtour zu unternehmen, sollte aber schon ein paar Meter hoch laufen, dort befindet sich zur rechten ein Wasserfall. Ein schönes Fotomotiv! Zum Thema Bergwandern kann ich leider nicht viel beitragen, da ich bisher auch noch nie weiter als hierher kam.
In den heißen Sommermonaten ist diese Tortur ohnehin nur was für geübte Wanderer (zu denen ich nicht gehöre). Ich habe mir aber vorgenommen eines Tages einmal den 7 stündigen Aufstieg ab der Jausenstation Priona (1100 m) mitzumachen, da man angeblich keine bergsteigerischen Fähigkeiten braucht.
Soviel ich das letzte mal mitbekommen habe sind auch die Wanderwege rund um den Ausgangspunkt Priona mittlerweile sehr gut angelegt. So führt z.B. ein Weg zum Kloster Agios Dionisios das noch von einem (!) Mönch bewohnt wird. Ich kann mir vorstellen, dass auch die unteren Wege sehr interessant sein können, für den Wandersmann.